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DFWR fordert weitere Hilfen für die Forstwirtschaft

Angesichts der aktuell gewaltigen Schäden im heimischen Wald braucht die deutsche Forstwirtschaft auch in den kommenden Jahren weitere Hilfen von Bund und Ländern. Das hat der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrats (DFWR), Georg Schirmbeck, heute in der Bundespressekonferenz betont, wo er eine erste ökonomische Zwischenbilanz der Waldschäden der zurückliegenden drei Jahre vorstellte.

Angesichts der aktuell gewaltigen Schäden im heimischen Wald braucht die deutsche Forstwirtschaft auch in den kommenden Jahren weitere Hilfen von Bund und Ländern. Das hat der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrats (DFWR), Georg Schirmbeck, heute in der Bundespressekonferenz betont, wo er eine erste ökonomische Zwischenbilanz der Waldschäden der zurückliegenden drei Jahre vorstellte. Demnach beläuft sich der unter anderem aus dem Schadholzanfall und den Zuwachsverlusten sowie durch die notwendigen Aufforstungsmaßnahmen entstandene Gesamtschaden auf rund 12,75 Mrd Euro; das ist das Zehnfache des jährlichen Nettogewinns der deutschen Forstwirtschaft.
Die Betriebe stünden vor erheblichen Problemen, die aus eigener Kraft nicht zu lösen seien, kommentierte Schirmbeck die unter Leitung der Universität Göttingen erstellte Zwischenbilanz. Nun seien Politik und Gesellschaft gefragt. Der DFWR-Präsident erneuerte seinen Ruf nach einer Honorierung der Ökosystemleistungen des Waldes. Finanziert werden könne diese aus den Einnahmen des Bundes aus der CO2-Abgabe. Außerdem sei die Nutzung von Holz als Baustoff zu fördern, etwa durch eine verpflichtende Mindestholzbauquote.

Für die von der Bundesregierung und den Ländern aufgelegten Soforthilfe-Programme mit einem Umfang von bislang 1,5 Mrd Euro zeigte sich Schirmbeck dankbar; diese seien sehr hilfreich. Allerdings deckten sie nur einen Teil der Schäden ab und seien auf vier Jahre befristet. Weil es sich bei der Bewältigung der Waldkrise aber um eine Jahrhundertaufgabe handele, benötige die Forstwirtschaft ein langfristiges Anschlussprogramm.

Vor diesem Hintergrund bekräftigte Schirmbeck seine Forderung, das Förderinstrument der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) für die Forstbetriebe zur Schadbewältigung sowie für die Wiederbewaldung zu verlängern und zu verstetigen. Ferner sei es wichtig, die Jagd an die Herausforderungen des Waldumbaus anzupassen. Daneben müssten weitere Einschränkungen und Verbote hinsichtlich der Waldbewirtschaftung und Holznutzung verhindert werden. AgE

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DFWR fordert weitere Hilfen für die Forstwirtschaft

Angesichts der aktuell gewaltigen Schäden im heimischen Wald braucht die deutsche Forstwirtschaft auch in den kommenden Jahren weitere Hilfen von Bund und Ländern. Das hat der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrats (DFWR), Georg Schirmbeck, heute in der Bundespressekonferenz betont, wo er eine erste ökonomische Zwischenbilanz der Waldschäden der zurückliegenden drei Jahre vorstellte.

Angesichts der aktuell gewaltigen Schäden im heimischen Wald braucht die deutsche Forstwirtschaft auch in den kommenden Jahren weitere Hilfen von Bund und Ländern. Das hat der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrats (DFWR), Georg Schirmbeck, heute in der Bundespressekonferenz betont, wo er eine erste ökonomische Zwischenbilanz der Waldschäden der zurückliegenden drei Jahre vorstellte. Demnach beläuft sich der unter anderem aus dem Schadholzanfall und den Zuwachsverlusten sowie durch die notwendigen Aufforstungsmaßnahmen entstandene Gesamtschaden auf rund 12,75 Mrd Euro; das ist das Zehnfache des jährlichen Nettogewinns der deutschen Forstwirtschaft.
Die Betriebe stünden vor erheblichen Problemen, die aus eigener Kraft nicht zu lösen seien, kommentierte Schirmbeck die unter Leitung der Universität Göttingen erstellte Zwischenbilanz. Nun seien Politik und Gesellschaft gefragt. Der DFWR-Präsident erneuerte seinen Ruf nach einer Honorierung der Ökosystemleistungen des Waldes. Finanziert werden könne diese aus den Einnahmen des Bundes aus der CO2-Abgabe. Außerdem sei die Nutzung von Holz als Baustoff zu fördern, etwa durch eine verpflichtende Mindestholzbauquote.

Für die von der Bundesregierung und den Ländern aufgelegten Soforthilfe-Programme mit einem Umfang von bislang 1,5 Mrd Euro zeigte sich Schirmbeck dankbar; diese seien sehr hilfreich. Allerdings deckten sie nur einen Teil der Schäden ab und seien auf vier Jahre befristet. Weil es sich bei der Bewältigung der Waldkrise aber um eine Jahrhundertaufgabe handele, benötige die Forstwirtschaft ein langfristiges Anschlussprogramm.

Vor diesem Hintergrund bekräftigte Schirmbeck seine Forderung, das Förderinstrument der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) für die Forstbetriebe zur Schadbewältigung sowie für die Wiederbewaldung zu verlängern und zu verstetigen. Ferner sei es wichtig, die Jagd an die Herausforderungen des Waldumbaus anzupassen. Daneben müssten weitere Einschränkungen und Verbote hinsichtlich der Waldbewirtschaftung und Holznutzung verhindert werden. AgE