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Arla baut Kriterien für eigene Bio-Schiene deutlich aus

Arla Food hebt die Messlatte für seinen Standard zur Erzeugung von Biomilch deutlich an. Eigenen Angaben zufolge führt der Konzern im Ökosegment insgesamt elf neue Nachhaltigkeitskriterien zu den Aspekten Klimaschutz, Biodiversität, Bodengesundheit und Tierwohl ein, die über die bisherigen Anforderungen hinausgehen.

Arla Food hebt die Messlatte für seinen Standard zur Erzeugung von Biomilch deutlich an. Eigenen Angaben zufolge führt der Konzern im Ökosegment insgesamt elf neue Nachhaltigkeitskriterien zu den Aspekten Klimaschutz, Biodiversität, Bodengesundheit und Tierwohl ein, die über die bisherigen Anforderungen hinausgehen.
In Sachen Klimaauswirkungen sollen die Arla-Biolandwirte nach dem nun vorliegenden Kriterienkatalog das Ziel einer Treibhausgasreduzierung um 30 % pro Kilogramm Rohmilch bereits im Jahr 2028 und damit zwei Jahre früher als bisher vorgesehen erreichen. Außerdem werden die Betriebe vollständig auf Ökostrom umstellen. Zur Verbesserung des Tierwohls soll unter anderem die Mindestanzahl der Tage, an denen die Kühe auf der Weide stehen, von 120 auf 150 Tage pro Jahr erhöht werden. Bis 2024 soll überall aus der Anbindehaltung ausgestiegen werden.

Mit Blick auf die Biodiversität sind jährliche Eigenkontrollen und die Erfassung der eigenen Maßnahmen zur Erhaltung der Artenvielfalt geplant. Es müssten mindestens sieben von 33 Maßnahmen zur Erhaltung der Biodiversität in jedem Betrieb durchgeführt werden, erklärte der Molkereikonzern. Diese seien in einem speziell zu diesem Zweck erstellten Maßnahmenkatalog zu finden, zum Beispiel Blühstreifen, Hecken oder natürliche Grünlandflächen. Die Bodengesundheit soll laut Arla über regelmäßige Kontrollen des Kohlenstoffgehalts und mindestens fünf von 25 verfügbaren Maßnahmen wie den Anbau von Bodendeckern, Grünlandnutzung und reduzierte Bodenbearbeitung gefördert werden.

"Wir setzen auf die Stärken der ökologischen Landwirtschaft und auf die großartige Arbeit unserer Biolandwirte und machen die Bio-Kategorie so noch zukunftsfähiger", erklärte der Europa-Vorstand von Arla Foods, Peter Giørtz-Carlsen, heute bei der Vorstellung des Maßnahmenkatalogs. Die Einführung der neuen Biokriterien sei nicht nur wichtig, sie komme aufgrund der derzeitigen Marktdynamik auch zum genau richtigen Zeitpunkt.

Für die Entwicklung der Kriterien sind laut Giørtz-Carlsen die Wünsche der Verbraucher ausschlaggebend gewesen. Dabei sei schnell klar geworden, dass sich der Konzern insbesondere durch die Förderung der Bodengesundheit und Biodiversität deutlich von den Konkurrenten abheben könne. "Wir sind von unserer Bio-Agenda voll und ganz überzeugt", betonte der geschäftsführende Vizepräsident von Arla. Angetrieben von der Farm-to-Fork-Strategie der EU werde Arla die Bio-Kategorie mit diesem Schritt in die Zukunft führen. AgE

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Arla baut Kriterien für eigene Bio-Schiene deutlich aus

Arla Food hebt die Messlatte für seinen Standard zur Erzeugung von Biomilch deutlich an. Eigenen Angaben zufolge führt der Konzern im Ökosegment insgesamt elf neue Nachhaltigkeitskriterien zu den Aspekten Klimaschutz, Biodiversität, Bodengesundheit und Tierwohl ein, die über die bisherigen Anforderungen hinausgehen.

Arla Food hebt die Messlatte für seinen Standard zur Erzeugung von Biomilch deutlich an. Eigenen Angaben zufolge führt der Konzern im Ökosegment insgesamt elf neue Nachhaltigkeitskriterien zu den Aspekten Klimaschutz, Biodiversität, Bodengesundheit und Tierwohl ein, die über die bisherigen Anforderungen hinausgehen.
In Sachen Klimaauswirkungen sollen die Arla-Biolandwirte nach dem nun vorliegenden Kriterienkatalog das Ziel einer Treibhausgasreduzierung um 30 % pro Kilogramm Rohmilch bereits im Jahr 2028 und damit zwei Jahre früher als bisher vorgesehen erreichen. Außerdem werden die Betriebe vollständig auf Ökostrom umstellen. Zur Verbesserung des Tierwohls soll unter anderem die Mindestanzahl der Tage, an denen die Kühe auf der Weide stehen, von 120 auf 150 Tage pro Jahr erhöht werden. Bis 2024 soll überall aus der Anbindehaltung ausgestiegen werden.

Mit Blick auf die Biodiversität sind jährliche Eigenkontrollen und die Erfassung der eigenen Maßnahmen zur Erhaltung der Artenvielfalt geplant. Es müssten mindestens sieben von 33 Maßnahmen zur Erhaltung der Biodiversität in jedem Betrieb durchgeführt werden, erklärte der Molkereikonzern. Diese seien in einem speziell zu diesem Zweck erstellten Maßnahmenkatalog zu finden, zum Beispiel Blühstreifen, Hecken oder natürliche Grünlandflächen. Die Bodengesundheit soll laut Arla über regelmäßige Kontrollen des Kohlenstoffgehalts und mindestens fünf von 25 verfügbaren Maßnahmen wie den Anbau von Bodendeckern, Grünlandnutzung und reduzierte Bodenbearbeitung gefördert werden.

"Wir setzen auf die Stärken der ökologischen Landwirtschaft und auf die großartige Arbeit unserer Biolandwirte und machen die Bio-Kategorie so noch zukunftsfähiger", erklärte der Europa-Vorstand von Arla Foods, Peter Giørtz-Carlsen, heute bei der Vorstellung des Maßnahmenkatalogs. Die Einführung der neuen Biokriterien sei nicht nur wichtig, sie komme aufgrund der derzeitigen Marktdynamik auch zum genau richtigen Zeitpunkt.

Für die Entwicklung der Kriterien sind laut Giørtz-Carlsen die Wünsche der Verbraucher ausschlaggebend gewesen. Dabei sei schnell klar geworden, dass sich der Konzern insbesondere durch die Förderung der Bodengesundheit und Biodiversität deutlich von den Konkurrenten abheben könne. "Wir sind von unserer Bio-Agenda voll und ganz überzeugt", betonte der geschäftsführende Vizepräsident von Arla. Angetrieben von der Farm-to-Fork-Strategie der EU werde Arla die Bio-Kategorie mit diesem Schritt in die Zukunft führen. AgE