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Bund und Länder unterzeichnen Zielvereinbarung

Bund und Länder haben sich auf eine Zielvereinbarung zum Klimaschutz durch Moorbodenschutz verständigt. Im Mittelpunkt der heute von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Bundesumweltministerin Svenja Schulze unterzeichneten Vereinbarung stehen Maßnahmen zur großflächigen Wiedervernässung entwässerter Moorböden.

Bund und Länder haben sich auf eine Zielvereinbarung zum Klimaschutz durch Moorbodenschutz verständigt. Im Mittelpunkt der heute von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Bundesumweltministerin Svenja Schulze unterzeichneten Vereinbarung stehen Maßnahmen zur großflächigen Wiedervernässung entwässerter Moorböden. Dabei gilt der Grundsatz der Freiwilligkeit. Kooperative und gebietsbezogen angepasste Lösungen sollen unterstützt werden.

Der Vereinbarung zufolge soll eine land- und forstwirtschaftliche Bewirtschaftung der Flächen trotz der angehobenen Wasserstände weiterhin möglich sein, wenn das gewollt ist. Gefördert werden soll die Einführung und Weiterentwicklung standortangepasster Nutzungen, die mit hohen Wasserständen vereinbar sind, also die sogenannten Paludikulturen. Für die Finanzierung konkreter Maßnahmen zur Wiedervernässung von Moorböden, für Modellvorhaben und für Maßnahmen zur Reduzierung des Torfeinsatzes stellt die Bundesregierung über den Energie- und Klimafonds (EKF) bis 2025 gemäß der Vereinbarung rund 330 Mio Euro zur Verfügung. Auch darüber hinaus soll "eine verbindliche, langfristige und am Minderungsziel ausgerichtete Mittelbereitstellung durch den Bund" gewährleistet werden. Bund und Länder sind übereingekommen, den Torfabbau in Deutschland auslaufen zu lassen. Neue Anträge zum Torfabbau sollen nicht mehr genehmigt werden.

Bis zum Jahr 2030 sollen die jährlichen Treibhausgasemissionen aus Moorböden der Vorlage zufolge um 5 Mio t CO2-Äquivalente verringert werden. Zuletzt stammten etwa 53 Mio t CO2-Emissionen aus entwässerten Moorböden, was 6,7 % der gesamten deutschen Treibhausgasemissionen entsprach. Moorböden machen in Deutschland etwa 8 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche aus.

Klöckner bezeichnete die Vereinbarung als einen entscheidenden Baustein für die Klimaschutzstrategie der Bundesregierung. Man setze auf regional angepasste Lösungen im Schulterschluss mit den Menschen in den Moorregionen. "Die erforderlichen Maßnahmen werden wir umfassend und langfristig finanzieren", kündigte die scheidende Ressortchefin an. "Nach Jahrhunderten des Verlustes von Mooren brauchen wir jetzt ein Jahrzehnt des engagierten Wiederaufbaus", erklärte Umweltministerin Schulze. Dabei setze man auf das Prinzip der Freiwilligkeit. AgE

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Bund und Länder unterzeichnen Zielvereinbarung

Bund und Länder haben sich auf eine Zielvereinbarung zum Klimaschutz durch Moorbodenschutz verständigt. Im Mittelpunkt der heute von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Bundesumweltministerin Svenja Schulze unterzeichneten Vereinbarung stehen Maßnahmen zur großflächigen Wiedervernässung entwässerter Moorböden.

Bund und Länder haben sich auf eine Zielvereinbarung zum Klimaschutz durch Moorbodenschutz verständigt. Im Mittelpunkt der heute von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Bundesumweltministerin Svenja Schulze unterzeichneten Vereinbarung stehen Maßnahmen zur großflächigen Wiedervernässung entwässerter Moorböden. Dabei gilt der Grundsatz der Freiwilligkeit. Kooperative und gebietsbezogen angepasste Lösungen sollen unterstützt werden.

Der Vereinbarung zufolge soll eine land- und forstwirtschaftliche Bewirtschaftung der Flächen trotz der angehobenen Wasserstände weiterhin möglich sein, wenn das gewollt ist. Gefördert werden soll die Einführung und Weiterentwicklung standortangepasster Nutzungen, die mit hohen Wasserständen vereinbar sind, also die sogenannten Paludikulturen. Für die Finanzierung konkreter Maßnahmen zur Wiedervernässung von Moorböden, für Modellvorhaben und für Maßnahmen zur Reduzierung des Torfeinsatzes stellt die Bundesregierung über den Energie- und Klimafonds (EKF) bis 2025 gemäß der Vereinbarung rund 330 Mio Euro zur Verfügung. Auch darüber hinaus soll "eine verbindliche, langfristige und am Minderungsziel ausgerichtete Mittelbereitstellung durch den Bund" gewährleistet werden. Bund und Länder sind übereingekommen, den Torfabbau in Deutschland auslaufen zu lassen. Neue Anträge zum Torfabbau sollen nicht mehr genehmigt werden.

Bis zum Jahr 2030 sollen die jährlichen Treibhausgasemissionen aus Moorböden der Vorlage zufolge um 5 Mio t CO2-Äquivalente verringert werden. Zuletzt stammten etwa 53 Mio t CO2-Emissionen aus entwässerten Moorböden, was 6,7 % der gesamten deutschen Treibhausgasemissionen entsprach. Moorböden machen in Deutschland etwa 8 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche aus.

Klöckner bezeichnete die Vereinbarung als einen entscheidenden Baustein für die Klimaschutzstrategie der Bundesregierung. Man setze auf regional angepasste Lösungen im Schulterschluss mit den Menschen in den Moorregionen. "Die erforderlichen Maßnahmen werden wir umfassend und langfristig finanzieren", kündigte die scheidende Ressortchefin an. "Nach Jahrhunderten des Verlustes von Mooren brauchen wir jetzt ein Jahrzehnt des engagierten Wiederaufbaus", erklärte Umweltministerin Schulze. Dabei setze man auf das Prinzip der Freiwilligkeit. AgE