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Biogasanlagen kompensieren Windflaute

In der ersten Jahreshälfte haben Biogasanlagen ihren Vorteil als wetterunabhängiger Energielieferant voll ausspielen können. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mitteilte, erreichten die in Deutschland installierten Anlagen zwischen Januar und Juni 2021 einen mittleren Nutzungsgrad von 56,7 %.

In der ersten Jahreshälfte haben Biogasanlagen ihren Vorteil als wetterunabhängiger Energielieferant voll ausspielen können. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mitteilte, erreichten die in Deutschland installierten Anlagen zwischen Januar und Juni 2021 einen mittleren Nutzungsgrad von 56,7 %. Hingegen liefen die Windkraftanlagen in den ersten sechs Monaten 2021 rein rechnerisch nur zu gut einem Fünftel unter Volllast - das ist der theoretisch erreichbare Maximalwert bei optimalen Wetterbedingungen.

Besonders stark bläst der Wind laut Statistikamt im Frühjahr und Herbst, während über den Sommer oft Flaute herrscht. Genau umgekehrt ist es Destatis zufolge bei der Photovoltaik (PV): Hier zeigt die Saisonkurve Leistungsspitzen in den Sommermonaten. Im ersten Halbjahr 2021 hatten PV-Anlagen laut den amtlichen Zahlen trotzdem nur einen durchschnittlichen Nutzungsgrad von 10,5 %.

Windkraft, Photovoltaik und Biogas machen dem Statistischen Bundesamt zufolge den größten Teil des ins Stromnetz eingespeisten Stroms aus erneuerbaren Quellen aus. In der ersten Jahreshälfte stammten 22,1 % des insgesamt eingespeisten Stroms von der Windkraft, 9,4 % von der Photovoltaik und 5,9 % von Biogas. Erneuerbare Energieträger lieferten zwischen Januar und Juni 2021 in der Summe 44,0 % des eingespeisten Stroms.

Wie Destatis außerdem feststellte, schwankt der Nutzungsgrad bei Windkraft- und PV-Anlagen angesichts wechselnden Wetterverhältnisse stärker als bei anderen Technologien. So habe das Orkantief "Sabine" im Februar 2020 mit seinen starken Sturmböen dafür gesorgt, dass Windkraftanlagen in Deutschland in diesem Monat knapp zur Hälfte ausgelastet gewesen seien. Im Vergleich dazu habe im windarmen Juni 2021 der Nutzungsgrad bei nur 9,7 % gelegen - das sei der schwächste Wert seit Beginn der Erhebung im Januar 2018 gewesen.

Photovoltaik-Anlagen können dem Statistikamt zufolge indes bei Dunkelheit und in den Wintermonaten keinen beziehungsweise nur wenig Strom erzeugen und somit generell keine hohen Nutzungsgrade erreichen. Der niedrigste PV-Nutzungsgrad habe im Januar 2021 bei 1,8 % gelegen, der höchste im Juni 2019 mit Sonnenstundenrekord bei 19,5 %. Im Vergleich dazu erreichten konventionelle Energieanlagen in der Regel höhere Nutzungsgrade, da sie vom Wetter unabhängig seien und meist als Grundlastkraftwerke eingesetzt würden. So seien Braunkohlekraftwerke im ersten Halbjahr 2021 im Schnitt zu 46,7 % ausgelastet gewesen. AgE

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Biogasanlagen kompensieren Windflaute

In der ersten Jahreshälfte haben Biogasanlagen ihren Vorteil als wetterunabhängiger Energielieferant voll ausspielen können. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mitteilte, erreichten die in Deutschland installierten Anlagen zwischen Januar und Juni 2021 einen mittleren Nutzungsgrad von 56,7 %.

In der ersten Jahreshälfte haben Biogasanlagen ihren Vorteil als wetterunabhängiger Energielieferant voll ausspielen können. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mitteilte, erreichten die in Deutschland installierten Anlagen zwischen Januar und Juni 2021 einen mittleren Nutzungsgrad von 56,7 %. Hingegen liefen die Windkraftanlagen in den ersten sechs Monaten 2021 rein rechnerisch nur zu gut einem Fünftel unter Volllast - das ist der theoretisch erreichbare Maximalwert bei optimalen Wetterbedingungen.

Besonders stark bläst der Wind laut Statistikamt im Frühjahr und Herbst, während über den Sommer oft Flaute herrscht. Genau umgekehrt ist es Destatis zufolge bei der Photovoltaik (PV): Hier zeigt die Saisonkurve Leistungsspitzen in den Sommermonaten. Im ersten Halbjahr 2021 hatten PV-Anlagen laut den amtlichen Zahlen trotzdem nur einen durchschnittlichen Nutzungsgrad von 10,5 %.

Windkraft, Photovoltaik und Biogas machen dem Statistischen Bundesamt zufolge den größten Teil des ins Stromnetz eingespeisten Stroms aus erneuerbaren Quellen aus. In der ersten Jahreshälfte stammten 22,1 % des insgesamt eingespeisten Stroms von der Windkraft, 9,4 % von der Photovoltaik und 5,9 % von Biogas. Erneuerbare Energieträger lieferten zwischen Januar und Juni 2021 in der Summe 44,0 % des eingespeisten Stroms.

Wie Destatis außerdem feststellte, schwankt der Nutzungsgrad bei Windkraft- und PV-Anlagen angesichts wechselnden Wetterverhältnisse stärker als bei anderen Technologien. So habe das Orkantief "Sabine" im Februar 2020 mit seinen starken Sturmböen dafür gesorgt, dass Windkraftanlagen in Deutschland in diesem Monat knapp zur Hälfte ausgelastet gewesen seien. Im Vergleich dazu habe im windarmen Juni 2021 der Nutzungsgrad bei nur 9,7 % gelegen - das sei der schwächste Wert seit Beginn der Erhebung im Januar 2018 gewesen.

Photovoltaik-Anlagen können dem Statistikamt zufolge indes bei Dunkelheit und in den Wintermonaten keinen beziehungsweise nur wenig Strom erzeugen und somit generell keine hohen Nutzungsgrade erreichen. Der niedrigste PV-Nutzungsgrad habe im Januar 2021 bei 1,8 % gelegen, der höchste im Juni 2019 mit Sonnenstundenrekord bei 19,5 %. Im Vergleich dazu erreichten konventionelle Energieanlagen in der Regel höhere Nutzungsgrade, da sie vom Wetter unabhängig seien und meist als Grundlastkraftwerke eingesetzt würden. So seien Braunkohlekraftwerke im ersten Halbjahr 2021 im Schnitt zu 46,7 % ausgelastet gewesen. AgE