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Flasbarth erwartet keine Brüsseler Nachforderungen zum Düngerecht

Keine Nachforderungen der Europäischen Kommission zur Düngeverordnung erwartet der Staatssekretär vom Bundesumweltministerium, Jochen Flasbarth. "Ich gehe davon auf, dass die beschlossenen Verschärfungen im Düngerecht ausreichen werden, um die Nitratbelastung im Grundwasser weiter zu senken", sagte Flasbarth gestern gegenüber Journalisten in Berlin.

Keine Nachforderungen der Europäischen Kommission zur Düngeverordnung erwartet der Staatssekretär vom Bundesumweltministerium, Jochen Flasbarth. "Ich gehe davon auf, dass die beschlossenen Verschärfungen im Düngerecht ausreichen werden, um die Nitratbelastung im Grundwasser weiter zu senken", sagte Flasbarth gestern gegenüber Journalisten in Berlin.

Der Staatssekretär wies ebenso wie seine Amtskollegin aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium, Beate Kasch, darauf hin, dass sich die strengeren Anforderungen erst zeitversetzt in der Wasserqualität zeigen würden. Der leichte Trend zur Besserung, wie er sich im Nitratbericht 2020 abzeichne, werde sich in den kommenden Jahren verstärken. Aller Voraussicht nach würden im nächsten Nitratbericht 2024 die höheren Anforderungen, die mit der Düngeverordnung von 2017 beschlossen worden seien, sowie die neuerlichen Verschärfungen in der diesjährigen Novelle sichtbar werden. "Ich gehe davon aus, dass dann der Zielwert von 50 mg Nitrat pro Liter in allen Messstellen eingehalten wird", so Flasbarth. Laut Nitratbericht 2020, der den Zeitraum 2016 bis 2018 abdeckt, lag der Anteil, wo der Wert nicht eingehalten wurde, zuletzt bei 26,7 % der Messstellen. Im Nitratbericht 2016 waren es noch 28,2 % gewesen.

Für den CDU-Bundestagsabgeordneten Johannes Röring ist die Verbesserung der Nitratwerte "eine gute Nachricht". Der Nitratbericht 2020 zeige aber, dass noch viel zu tun bleibe. "Ich weiß, dass die Landwirtinnen und Landwirte mit dem Thema Grundwasserschutz sehr sensibel umgehen und engagiert sind, ihren Teil beizutragen", sagte Röring. Auch er ist zuversichtlich, dass sich die verschärften Auflagen bei der Düngung, aber auch die Verbesserungen der Messmethodik in den Ergebnissen der nächsten Nitratberichte niederschlagen werden.

Der Vorsitzende des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, warf der Bundesregierung indes vor, sie versäume es nach wie vor, die Tierhaltung an die Fläche zu binden und packe damit das wirksamste Instrument gegen zu viel Dünger im Grundwasser nicht an. Damit lasse sie weiter zu, "dass Höfe, die bereits wasserschützend wirtschaften, die Probleme ausbaden müssen, die Betriebe verursachen, die zu viele Tiere halten". Entscheidend sei, gerade in kritischen Regionen mit zu hohen Viehdichten weniger Tiere zu halten. "Nur mit einem Umbau der Tierhaltung lässt sich das Nitratproblem lösen", ist Löwenstein überzeugt. AgE

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Flasbarth erwartet keine Brüsseler Nachforderungen zum Düngerecht

Keine Nachforderungen der Europäischen Kommission zur Düngeverordnung erwartet der Staatssekretär vom Bundesumweltministerium, Jochen Flasbarth. "Ich gehe davon auf, dass die beschlossenen Verschärfungen im Düngerecht ausreichen werden, um die Nitratbelastung im Grundwasser weiter zu senken", sagte Flasbarth gestern gegenüber Journalisten in Berlin.

Keine Nachforderungen der Europäischen Kommission zur Düngeverordnung erwartet der Staatssekretär vom Bundesumweltministerium, Jochen Flasbarth. "Ich gehe davon auf, dass die beschlossenen Verschärfungen im Düngerecht ausreichen werden, um die Nitratbelastung im Grundwasser weiter zu senken", sagte Flasbarth gestern gegenüber Journalisten in Berlin.

Der Staatssekretär wies ebenso wie seine Amtskollegin aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium, Beate Kasch, darauf hin, dass sich die strengeren Anforderungen erst zeitversetzt in der Wasserqualität zeigen würden. Der leichte Trend zur Besserung, wie er sich im Nitratbericht 2020 abzeichne, werde sich in den kommenden Jahren verstärken. Aller Voraussicht nach würden im nächsten Nitratbericht 2024 die höheren Anforderungen, die mit der Düngeverordnung von 2017 beschlossen worden seien, sowie die neuerlichen Verschärfungen in der diesjährigen Novelle sichtbar werden. "Ich gehe davon aus, dass dann der Zielwert von 50 mg Nitrat pro Liter in allen Messstellen eingehalten wird", so Flasbarth. Laut Nitratbericht 2020, der den Zeitraum 2016 bis 2018 abdeckt, lag der Anteil, wo der Wert nicht eingehalten wurde, zuletzt bei 26,7 % der Messstellen. Im Nitratbericht 2016 waren es noch 28,2 % gewesen.

Für den CDU-Bundestagsabgeordneten Johannes Röring ist die Verbesserung der Nitratwerte "eine gute Nachricht". Der Nitratbericht 2020 zeige aber, dass noch viel zu tun bleibe. "Ich weiß, dass die Landwirtinnen und Landwirte mit dem Thema Grundwasserschutz sehr sensibel umgehen und engagiert sind, ihren Teil beizutragen", sagte Röring. Auch er ist zuversichtlich, dass sich die verschärften Auflagen bei der Düngung, aber auch die Verbesserungen der Messmethodik in den Ergebnissen der nächsten Nitratberichte niederschlagen werden.

Der Vorsitzende des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, warf der Bundesregierung indes vor, sie versäume es nach wie vor, die Tierhaltung an die Fläche zu binden und packe damit das wirksamste Instrument gegen zu viel Dünger im Grundwasser nicht an. Damit lasse sie weiter zu, "dass Höfe, die bereits wasserschützend wirtschaften, die Probleme ausbaden müssen, die Betriebe verursachen, die zu viele Tiere halten". Entscheidend sei, gerade in kritischen Regionen mit zu hohen Viehdichten weniger Tiere zu halten. "Nur mit einem Umbau der Tierhaltung lässt sich das Nitratproblem lösen", ist Löwenstein überzeugt. AgE