Home » Start

Wegfall Chinas trifft deutsche Fleischunternehmen hart

Nach dem Nachweis der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei mittlerweile sechs Wildschweinen in Brandenburg ist der Drittlandsexport von Schweinefleisch wegen des Verlustes der "ASP-Freiheit" zum Erliegen gekommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mitteilte, trifft insbesondere die Einfuhrsperre Chinas die hiesigen Unternehmen hart. Die Volksrepublik ist ersten Halbjahr 2020 zum wichtigsten Handelspartner für Schweinefleischexporte aufgestiegen. Von Januar bis Juni wurden aus Deutschland 233 300 t frische und gefrorene Ware im Gesamtwert von 609 Mio Euro dorthin geliefert.

Nach dem Nachweis der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei mittlerweile sechs Wildschweinen in Brandenburg ist der Drittlandsexport von Schweinefleisch wegen des Verlustes der "ASP-Freiheit" zum Erliegen gekommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mitteilte, trifft insbesondere die Einfuhrsperre Chinas die hiesigen Unternehmen hart. Die Volksrepublik ist ersten Halbjahr 2020 zum wichtigsten Handelspartner für Schweinefleischexporte aufgestiegen. Von Januar bis Juni wurden aus Deutschland 233 300 t frische und gefrorene Ware im Gesamtwert von 609 Mio Euro dorthin geliefert; das entsprach 26,8 % der Gesamtausfuhr. Das bedeutete mehr als eine Verdopplung der Verkäufe in die Volksrepublik im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; der Ausfuhranteil Chinas hatte in der ersten Jahreshälfte 2019 dagegen "nur" bei 12,9 % gelegen.
Hinzu kommt, dass auch genießbare Schlachtnebenerzeugnisse sowie Ohren oder Pfoten nicht mehr nach China und in andere Drittländer ausgeführt werden können. Wie Destatis auf Anfrage von AGRA-EUROPE mittelte, beliefen sich die Exporte dieser Warengruppe nach China im ersten Halbjahr 2020 auf rund 131 000 t im Wert von 206 Mio Euro. Insgesamt wurden von Januar bis Juni dieses Jahres aus Deutschland 870 700 t frisches, gekühltes und gefrorenes Schweinefleisch zu einem Warenwert von rund 2,4 Mrd Euro ausgeführt. Hinter China war Italien mit einem Anteil von 15,2 % an den deutschen Schweinefleischexporten der wichtigste Abnehmer. Über die Exporte der Schlachtnebenerzeugnisse wurden keine weiteren Angaben gemacht.

Laut Destatis sind im ersten Halbjahr 2020 in Deutschland rund 2,6 Mio t Schweinefleisch produziert worden; das entsprach einem Rückgang von 26 000 t oder 1,0 % gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode. Damit setzte sich der Negativtrend der Vorjahre fort. Das liege auch daran, dass für die hiesige Fleischindustrie bei rückläufigen Tierbeständen immer weniger inländische Tiere zur Verfügung stünden, erläuterten die Wiesbadener Statistiker. Zum Stichtag am 3. Mai 2020 waren ihnen zufolge insgesamt 25,5 Millionen Schweine in Deutschland gehalten worden, gut 1,0 Millionen Tiere oder 3,9 % weniger als noch vor zehn Jahren. AgE

Börsenfenster

News-Ticker

Wegfall Chinas trifft deutsche Fleischunternehmen hart

Nach dem Nachweis der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei mittlerweile sechs Wildschweinen in Brandenburg ist der Drittlandsexport von Schweinefleisch wegen des Verlustes der "ASP-Freiheit" zum Erliegen gekommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mitteilte, trifft insbesondere die Einfuhrsperre Chinas die hiesigen Unternehmen hart. Die Volksrepublik ist ersten Halbjahr 2020 zum wichtigsten Handelspartner für Schweinefleischexporte aufgestiegen. Von Januar bis Juni wurden aus Deutschland 233 300 t frische und gefrorene Ware im Gesamtwert von 609 Mio Euro dorthin geliefert.

Nach dem Nachweis der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei mittlerweile sechs Wildschweinen in Brandenburg ist der Drittlandsexport von Schweinefleisch wegen des Verlustes der "ASP-Freiheit" zum Erliegen gekommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mitteilte, trifft insbesondere die Einfuhrsperre Chinas die hiesigen Unternehmen hart. Die Volksrepublik ist ersten Halbjahr 2020 zum wichtigsten Handelspartner für Schweinefleischexporte aufgestiegen. Von Januar bis Juni wurden aus Deutschland 233 300 t frische und gefrorene Ware im Gesamtwert von 609 Mio Euro dorthin geliefert; das entsprach 26,8 % der Gesamtausfuhr. Das bedeutete mehr als eine Verdopplung der Verkäufe in die Volksrepublik im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; der Ausfuhranteil Chinas hatte in der ersten Jahreshälfte 2019 dagegen "nur" bei 12,9 % gelegen.
Hinzu kommt, dass auch genießbare Schlachtnebenerzeugnisse sowie Ohren oder Pfoten nicht mehr nach China und in andere Drittländer ausgeführt werden können. Wie Destatis auf Anfrage von AGRA-EUROPE mittelte, beliefen sich die Exporte dieser Warengruppe nach China im ersten Halbjahr 2020 auf rund 131 000 t im Wert von 206 Mio Euro. Insgesamt wurden von Januar bis Juni dieses Jahres aus Deutschland 870 700 t frisches, gekühltes und gefrorenes Schweinefleisch zu einem Warenwert von rund 2,4 Mrd Euro ausgeführt. Hinter China war Italien mit einem Anteil von 15,2 % an den deutschen Schweinefleischexporten der wichtigste Abnehmer. Über die Exporte der Schlachtnebenerzeugnisse wurden keine weiteren Angaben gemacht.

Laut Destatis sind im ersten Halbjahr 2020 in Deutschland rund 2,6 Mio t Schweinefleisch produziert worden; das entsprach einem Rückgang von 26 000 t oder 1,0 % gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode. Damit setzte sich der Negativtrend der Vorjahre fort. Das liege auch daran, dass für die hiesige Fleischindustrie bei rückläufigen Tierbeständen immer weniger inländische Tiere zur Verfügung stünden, erläuterten die Wiesbadener Statistiker. Zum Stichtag am 3. Mai 2020 waren ihnen zufolge insgesamt 25,5 Millionen Schweine in Deutschland gehalten worden, gut 1,0 Millionen Tiere oder 3,9 % weniger als noch vor zehn Jahren. AgE